Die Einladung zur Planungswerkstatt 2 in der Hauptschule, Werntal-Zeitung vom 11.3.2011

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  • Was in der Werntal-Zeitung vom 11.3.11 zur Vorbereitung der 2. Planungswerkstatt (16.3.) vermittelt werden soll, ist dem Wortlaut nach nicht klar und wird umso nebulöser, je häufiger man sich den Artikel durchliest. Ich habe den Artikel zum Verständnis im Anschluss angehängt, es ist wirklich verblüffend.
    Es kommt mir nicht darauf an, jemanden bloß zu stellen, zumal der Autor ja auch nicht genannt wird. Ich erwarte allerdings Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit, wenn man sich mit wichtigen Themen beschäftigt, zumal von offizieller Seite. Der Leser hat Anspruch auf eine klare und verständliche Darstellung und ich möchte mich auch nicht genötigt sehen, mir die Zusammenhänge irgendwie selbst, zwischen den Zeilen, herzuleiten. Semantischer Unfug, wie hier dargestellt, ist nicht sachdienlich!

    Zum Artikel: Zunächst wird Anlass, Termin/Zeit und Arbeitsweise abgeklärt, das ist soweit OK.
    Die Zusammenstellung der "Themenfelder" ist diskussionsfähig, aber wenn man das erst mal so vorgeben möchte, sei es drum, das kann man ja noch ändern.
    Das Ganze wurde auch der "Steuerungsgruppe" vorgestellt, gut, das die jetzt auch endlich Bescheid weiß!
    Was befremdet, ist die vorweg genommene Festlegung von Zielen, z.B. für die erste Arbeitsgruppe "Verkehr ...". Dies ist eigentlich Gegenstand ihrer Arbeit. Thematisch ist diese Gruppe ein Albtraum, ganz abgesehen von der vorgetragenen Aufbereitung.
    Die zweite Arbeitsgruppe "Kultur und Bildung" bekommt, man lese und staune, "die Themenfelder Kultur" - warum Plural, Kultur ist singulär und daher nur ein Themenfeld - "mit dem Ziel des Ausbaus kultureller Angebote und dem Themenfeld Bildung," - Anm.: Akkusativ - das Themenfeld - "das auf Schulstandortsicherung abzielt sowie" - ab hier wird der Satz meines Erachtens und mangels Erläuterung sinnfrei - "Erhalt und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur". Was eine "öffentliche Infrastruktur" in diesem Zusammenhang ist, wird nicht erklärt.
    Die weiteren drei "Themenfelder" werden nun großzügig zusammen gefasst, das alles macht ja auch Mühe, und mit der "Arbeitsanweisung", sie würden "... entsprechend der Ergebnisse aus der ersten Planungswerkstatt entwickelt und in der Werntal-Zeitung kurz skizziert", abgeschlossen. Gut, OK, gehen wir es an!
    Liest man nun weiter, wird man staunend Zeuge einer, ich nenne es mal "temporalen Phasenverschiebung", denn das, was gerade eben noch einem Ergebnis zugeführt wurde bzw. werden sollte ("Ergebnisse ... werden ... entwickelt und in der Werntal-Zeitung ... skizziert"), beginnt nun irgendwie noch einmal neu und ganz von vorne! Es folgt diffuses Schwerpunkts-Blabla, sowie die offenbar entscheidende Abschlussfrage "... welche Maßnahmen in einem Jahr umgesetzt werden können und sollten." Was diese zeitliche Festlegung im Rahmen der Themenentwicklung für einen nachhaltigen Prozess zu suchen hat (von 2030 war die Rede), ist abzuwarten! Abschließend sollen "Die Ergebnisse der ... Arbeitskreise ... ausgestellt und vorgestellt sowie ... erläutert" werden; - und täglich grüßt das Murmeltier! (Vorhin gings noch unmittelbar an die Werntal-Zeitung, aber das sind Kleinigkeiten)

    Das ist nicht die Information, die man sich wünscht! Man kann mir vorwerfen, mit gutem Willen wäre es ein Leichtes, die Intention des Artikels nachzuvollziehen. Das mag evtl. sein, darum geht es aber nicht. Die im Artikel erkennbare Herangehensweise und Umsetzung beschreibt das grundsätzliche Qualitätsproblem. Völlig unerheblich ist dabei der Grund, die Bandbreite reicht von Gleichgültigkeit über Überlastung bis Unvermögen. Trifft es dies nicht, bleibt Überheblichkeit, auch nicht besser. Ich wünsche mir hier grundsätzliches Umdenken, die Möglichkeiten sind doch da! Nur dann nimmt die Stadtentwicklung Fahrt auf.
    Es mag boshaft klingen, ist aber nicht so gemeint: Die Verwendung von Interpunktion und Anführungszeichen würde die Lesbarkeit vereinfachen und erheblich zum Verständnis beitragen. Die Stilblüten mag jeder selbst heraus finden, nachfolgende Kopie des Artikels ist unkorrigiert.

    Quelle: Artikel Werntal-Zeitung 11.3.2011

    Stadt Arnstein lädt ein
    2. Planungswerkstatt in der Hauptschule
    ARNSTEIN. Das Stadtentwicklungskonzept findet am Mittwoch , 16. März 2011, mit der 2. Planungswerkstatt um 19 Uhr in der Arnsteiner Hauptschule seine Fortsetzung. Nach einer kurzen thematischen Einführung erfolgt ab 19.20 Uhr wieder die Gruppenarbeit, diesmal in thematischen Arbeitsgruppen. Es gibt fünf Themenfelder, diese sind:
    1. Verkehr, Gewerbe, Industrie, und Energie
    2. Kultur und Bildung
    3. Öffentlicher Raum, Stadtkern und Wohnen
    4. Einzelhandel, Dienstleistung und Stadtmarketing und
    5. Freizeit, Gastronomie, Naherholung und Tourismus
    Die jeweiligen Themenfelder wurden in der Steuerungsgruppe, die den Prozess des Stadtentwicklungskonzeptes begleitet, detailliert vorgestellt.
    So gibt es beispielsweise in der Arbeitsgruppe Verkehr, Gewerbe, Industrie und Energie das Themenfeld Verkehr mit den Zielen: verkehrsberuhigte Innenstadt durch weiträumige Verkehrsentlastung und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie das Themenfeld Gewerbe und Industrie mit den Zielen: Stärkung des lokalen Handwerkes und Gewerbe und Sicherung und Ausbau des Arbeitsplatzstandortes als auch das Themenfeld Energie/Ökologie mit den Zielen: Ökologie und Nachhaltigkeit, energieautarkes Arnstein.
    In der Arbeitsgruppe Kultur und Bildung sind die Themenfelder Kultur mit dem Ziel des Ausbaus kultureller Angebote und dem Themenfeld Bildung, das auf Schulstandortsicherung abzielt sowie Erhalt und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Die Ziele der weiteren Arbeitsgruppen mit den Themenfeldern öffentlicher Raum, Stadtkern/Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistungen, Stadtmarketing, Freizeit und Naherholung sowie Tourismus und Gastronomie werden alle entsprechend der Ergebnisse aus der ersten Planungswerkstatt entwickelt und in der Werntal-Zeitung kurz skizziert.
    Diese erarbeiteten Ziele sollen nun in der 2. Planungswerkstatt ergänzt und angepasst werden sowie entsprechende Maßnahmen formuliert werden. Schwerpunkte sind dabei die Bedeutung der Maßnahmen für die Stadtentwicklung sowie die Festlegung im Sinne einer Priorisierung, welche Maßnahmen in einem Jahr umgesetzt werden können und sollten.
    Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen werden dann wieder im Plenum ausgestellt und vorgestellt sowie durch Gruppensprecher erläutert.
    Das Planungsbüro und die Stadt Arnstein freuen sich wieder auf Ihre Mitarbeit.
    "Leben ist das, was passiert, während man gerade ganz andere Pläne macht." Allen Saunders. - Gruppe "Arnsteiner Netz" bei Facebook

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